Trump ist immer noch da

Seit Trump am 20 Januar 2017 als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, schreibt die deutsche Presse wöchentlich das Ende seiner Präsidentschaft herbei. Wie mit vielen journalistischen Prognosen der jüngeren Vergangenheit ist daraus bisher nichts geworden. Trump sammelt echte und herbeigeschriebene Skandal doch gefährlich ist ihm bisher Keiner geworden.

Die ständige Skandalisierung der vielen kleineren Fehltritte des Präsidenten hat die Glaubwürdigkeit der Presse in den Augen aller seiner Anhänger und vieler Unabhängigen vollkommen zerstört. Und ohne diese Glaubwürdigkeit, ist es unmöglich einen Präsidenten massiv unter Druck zu setzen.

Man muss sich hier auch einen anderen Umstand vor Augen führen: Für Trump ist es völlig egal, wie die liberalen Eliten der US-amerikanischen Großstädte ihn sehen. Diese haben ihn nicht gewählt und sie werden ihn nie wählen. Deren Meinungen spielen für seine politischen Erfolgsaussichten keine Rolle.

Um im Jahre 2020 als Präsident wiedergewählt zu werden, muss Trump seine Basis bei Laune halten. Diesen Auftrag erfüllt er bisher gut genug. Auch wenn er dabei natürlich massenhaft unfreiwillige Schützenhilfe bekommt.

Je mehr die Linken Eliten abdrehen, desto weniger Mühe muss sich Trump geben um als das geringere Übel in den Augen der normalen Amerikaner zu erscheinen.

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Der Niedergang der katholischen Kirche

Die katholische Kirche hat einen neuen Lieblingsfeind gefunden: die AfD. Abtreibung, Homoehe, Verhütung und andere Ärgernisse sind der katholischen Kirche nicht mehr so wichtig. Schließlich lässt sich heute mit diesen Themen unter den hippen Bürgern des Landes keine Zuneigung mehr erkämpfen. Stattdessen schwimmt man schön mit dem vermeintlichen Zeitgeist.

Doch kurzfristiger Linkspopulismus wird die katholische Kirche zumindest in Deutschland nicht retten. Die Konservativeren verprellt man durch das Abrücken von zentralen Festen des Glaubens, die Liberalen sehen sich sowieso als Atheisten. Mehr als kurzfristiger Applaus ist hier nicht zu holen. Die Kirchen werden sich weiter leeren. Die Menschen suchen sich ihr Seelenheil woanders.

Doch der Abgesang auf die katholische Kirche ist kein trauriges Lied. Als Institution ist sie im besten Falle überholt und im schlechtesten schon seit jeher ein verkommenes Nest für Kriminelle und Psychopathen. Sicher gab es auch immer anständige Kirchenleute, doch ein Blick in die Geschichte des Vatikans fördert so einiges Unheil zutage. Und dies lässt sich nicht alles nur mit „menschlicher Fehlbarkeit“ erklären. In die Welt hinaus predigen war immer gerne gesehen, vor der eigenen Haustür kehrte man aber nicht.

Gerade der Missbrauchsskandal, der seit Jahren tobt, hat dies umissverständlich gezeigt. Trotz aller Beteuerungen zum Gegenteil wurden die Täter systematisch geschützt und die Opfer eingeschüchtert. Die meisten Täter waren sich den Schutz der Kirche sicher und so konnten die meisten von ihnen mit ihren Verbrechen davonkommen. Eine unabhängige Aufarbeitung ist bisher nicht erfolgt und die Chancen stehen schlecht, dass sie je erfolgen wird. Der Vatikan suhlt sich zwar in der eigenen Schuld und bittet bei jeden Bekanntwerden neuer Fälle um Verzeihung, einer unabhängigen Untersuchung verweigert man sich aber konsequent.

In einer aufgeklärten Gesellschaft kann keine Institution auf Dauer bestehen, die Kriminelle beschützt und die Aufarbeitung der eigenen Verbrechen behindert. Das wird auch die katholische Kirche lernen.

 

Der Angriff Maaßen war ein Befehl

Der „Kampf gegen Rechts“ war bisher ein ziemlicher Fehlschlag. Man hatte zwar reichlich Gelegenheit sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen und zu zeigen wie moralisch ist, echte Erfolge in der Eindämmung rechter Ideen bleiben aber aus. Die AfD rückte in Umfragen munter weiter vor.

Daran hat auch ein kostenloses Konzert gegen Rechts nicht geändert. Die Lage in Chemnitz ist weiterhin angespannt, es bleibt abzuwarten ob sich die Bevölkerung von alten „Punkern“, linksextremen Gruppen und anderen Popdudelleien beeindrucken lassen. Für den Fall das das Konzert nicht den intellektuellen Endsieg bringt, hat man vorgesorgt.

Seit geraumer Zeit werden Rufe laut, die AfD doch endlich vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Schließlich lassen sich nur so dauerparanoide Überallnaziseher beruhigen. Bisher war ja die Beobachtung durch den Verfassungsschutz jenen Parteien vorbehalten, die nicht mehr genügend eigene Mitglieder haben. Da freut man sich über jeden V-Mann, der fleißig Beiträge zahlt und bei der obligatorischen „Wir sind über irgendwas empört“- Demo mitmarschiert.

So bleibt der Kampf gegen Rechts ein Fehlschlag.

Russland als Siegermacht

Nach den Zerfall der Sowjetunion war es für den Westen unvollstellbar, dass der russische Bär noch einmal auf die Bühne der Weltpolitik zurückkehren konnte. Doch nicht nur ist Russland unter Wladimir Putin auf eben diese Bühne zurükgekehrt, es hat auch unter Beweis gestellt, dass es den Westen besiegen kann.

In Syrien stand für den Westen schnell fest, dass Assad verschwinden würde. Doch man hatte die Rechnung ohne Russland gemacht. Die Rebellen, größtenteils Islamisten, wurden systematisch zurückgedrängt. Dabei kam den Russen natürlich zugute, dass der Westen seine Unterstützung für Islamisten irgendwann aufgeben musste, um nicht jede Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Dabei geht es auch nicht um die Frage, ob Syrien mit Assad besser oder schlechter dran ist. Bemerkenswert finde ich den Umstand, dass Russland wie im Kalten Krieg wieder in der Lage ist Stellvertreterkriege zu gewinnen. Dabei ist Russland auf dem Papier noch nicht einmal sonderlich stark. Die Sowjetunion war zu ihrer Hochzeit eine ganz andere Liga. Es ist die Schwäche des Westens, welche sich immer deutlicher zeigt.

Trump spielt Star Wars

Vor einiger Zeit ordnete Trump das Pentagon an, die Aufstellung einer Weltraumstreitmacht vorzubereiten. Er selbst besitzt nicht die Kompetenz, die Organisation der US-Armee nennenswerte zu verändern, denn diese liegt mit dem Kongress. Trotzdem würde es mich nicht überraschen, wenn langfristig diese Anordnung tatsächlich umgesetzt wird.

Auf dem Papier existieren etwa bereits in Russland „Weltraumtruppen“, doch hier bei handelt es sich in Realität schlicht um die nukleare Bewaffnung in Form von Interkontinentalelraketen. Eben gerade keine Raumjäger.

Sollten die USA das Thema tatsächlich in naher Zukunft vorantreiben, wird Russland und vor allem China schnell mitziehen. Die Ressourcen dafür sind da. Der Wille aber im Moment noch nicht.

Für viele kleinere Staaten, die sich noch nicht einmal eine moderne konventionelle Bewaffnung leisten können oder wollen, wird es schwierig in diesen neuen Wettrüsten zu bestehen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Geld doch eher in die zivile Raumfahrt gepumpt wird. Schließlich kann man sich auf diese Weise auch Prestige verschaffen. Genügend zu erkunden gibt es im Weltraum ja. Dort ist für alle Platz.

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