Sieg=Niederlage?

Erdogan hat das Referendum gewonnen, wenn auch knapp. 51,41% der Wahlberechtigten stimmten für die Änderung der Verfassung(bisher sind 99,97% der Stimmen ausgezählt). Die Türkei ist somit auf dem Weg zu einer Präsidial-demokratie(/Diktatur).

Interessant sind manche Stimmen in der deutschen Pressewelt. Aufgrund der nur knappen Mehrheit versuchen manche Kommentatoren, den Sieg im Referendum in eine Niederlage umzudeuten. Schließlich folgte fast die Hälfte der Wahlberechtigen Erdogan nicht. Allerdings folgte eine (sehr) knappe Mehrheit ihm sehr wohl.  Vorerst kann es für Erdogan zweitrangig sein, wie er das Referendum durchbrachte. Wichtig für ihn ist, er hat es durchgebracht. Der Weg für ihn ist frei die gesamte Macht in seinen Händen zu konzentrieren. Er hat sein Ziel erreicht.

Dieses Verhalten erinnert an die Hysterie nach dem Brexit und dem Wahlsieg Trumps. Auch hier versuchte man sich die „eigene“ Niederlage durch gewagte Prognosen für die Zukunft schön zu reden. Sicher, die Brexit-Abstimmung war eine enge Sache. Doch das Vereinigte Königreich verlässt die EU, es bleibt nicht.  Und das Hillary Clinton die „popular vote“ gewann, hinderte Trump nicht daran in das weiße Haus einzuziehen. Er ist Präsident, sie nicht.

Vielleicht zählt am Ende des Tages nur der (Wahl-)Sieg.

 

 

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