Vom Krieg I

Donald Trump hat unter den Verbündeten eine neue Diskussion los getreten. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob höhere Verteidigungsausgaben Sinn machen und notwendig sind. Das westliche Politiker von Forderungen nach einen höheren Wehretat nicht angetan sind, ist nicht weiter überraschend. Schließlich kann man durch Ausgaben in anderen Bereichen mehr Wählerstimmen gewinnen.

Es steht außer Frage, dass gerade europäische Nationen, vielleicht mit der Ausnahme Russlands, ihre Streitkräfte verkommen haben lassen. Und auch die russischen Streitkräfte haben stark unter dem Zusammenbruch der Sowjetunion gelitten. Über die beiden vollen Jahrzehnte seit dem Endes des kalten Krieges hat sich ein gewaltiger Investitionsstau in den europäischen Armeen gebildet.

Lösen aber höhere Wehrausgaben die militärischen Probleme des Westens? Daran besteht großer Zweifel. Die Vereinigten Staaten haben die am besten finanzierte Armee der Welt. Sie verfügen über mehr Flugzeugträger als der Rest der Welt kombiniert. Die US-Luftwaffe kann um die 6.000 aktive moderne Flugzeuge aufbieten. Trotz dieser Zahlen ist es der US-Armee nicht gelungen einen Haufen von (schlecht finanzierten und auch schlecht ausgerüsteten) Aufständischen im Irak und in Afghanistan zu besiegen. Krieger, die mit alten sowjetischen Waffen und improvisierten Sprengsätzen kämpfen.

Wenn also das „teuerste“ Militär der Welt im besten Fall diese Aktivitäten der Aufständischen nur eindämmen kann, können höhere Wehrausgaben nicht alle Probleme des Westens lösen. Es wird mehr erfordern um den Westen wieder auf die militärische Gewinnerstraße zu bringen. Der Wille zum Sieg ist nicht käuflich.

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2 Kommentare zu “Vom Krieg I”

  1. Eine Anmerkung zum Thema „schlecht ausgestatte Aufständische“: Böse Zungen behaupten dass diese „Gruppen“ starke Unterstützung von Geheimdiensten und reichen Ländern erhalten.
    Somit stehen manche Gruppierungen gar nicht mal schlecht da. Und gleichzeitig erfolgt die Bekämpfung nur halbherzig, etwa die Bekämpfung von Schlafmohnfeldern.

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    1. Selbst wenn größere Millionenbeiträge aus den Golfdiktaturen fließen (was eigentlich als belegt angesehen werden kann). Dies ist nichts im Vergleich zum US-Wehretat oder der Summe, die die Vereinigten Staaten bisher im Afghanistan- und Irakkrieg aufgewendet haben. Und die Ausrüstung der Aufständischen besteht größtenteils aus improvisierten Sprengsätzen und alten Sturmgewehren sowjetischer Bauart. Man könnte natürlich anmerken, dass gerade im Irak auch modernere westliche Waffen erbeutet wurden, aber selbst in diesem Fall, fehlt den Aufständischen zum Beispiel eine Luftwaffe. Was ein sehr großer Nachteil ist.

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