Wehrmachtsphobie

In der Krise um den syrischen Flüchtling, der komischerweise auch Soldat der Bundeswehr war, sucht die Bundesverteidigungsministerin den Befreiungsschlag. So lässt sie alle Kasernen nach Wehrmachtsdevotionalien durchsuchen.  Diese lassen sich natürlich nur schwer von der ganzen veralteten Ausrüstung unterscheiden. Noch unbestätigten Berichten zufolge wurden bei diesen Durchsuchungen auch Kriegswaffen gefunden. Glücklicherweise fand man für diese nur eine kleine, für die öffentliche Ordnung ungefährliche, Menge Munition vor.

Die Angst vor jeden Vergleich mit der Wehrmacht ist groß in der politischen Führungsriege der Bundeswehr. Vermutlich aus dem Grund, dass diese alte Truppe den aktuellen Verein noch älter aussehen lässt. Die Wehrmacht seinerzeit von den Amerikanern und später von den Israelis als die beste Armee aller Zeiten eingestuft (Eine Einschätzung, der ich nur eingeschränkt zustimme) hatte vieles was der Bundeswehr heute fehlt. Kampfgeist, Opferbereitschaft (trotz allen Pathos für militärische Schlagkraft nicht unwichtig), funktioniere Ausrüstung, ausreichende Mannstärke, ausreichend Munition. Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. NS-Devotionalien gehören übrigens nicht dazu. Was die Bundeswehr und Wehrmacht verbindet ist inkompetente Führung an höchster Stelle. Dies scheint eine deutsche Tradition zu sein.

Man kann keine schlagkräftige Armee um die Ideen einer verblendeten und realitätsfremden städtischen Mittel- und Oberschicht bauen. Wenn bereits der Ansatz nicht stimmt, helfen auch konservative Steigerungen des Wehretats nichts. Die Bundeswehr muss neu gedacht, oder ganz eingestampft werden. Bei letzterer Alternative sollte man allerdings nicht auf das Überleben der deutschen Nation mit seinen lieben Sozialstaat hoffen. Vielleicht nehmen die Vereinigten Staaten dann ein paar Flüchtlinge auf.

 

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