Der Westen und Krieg

In westlichen Gesellschaften wird Krieg als das absolut Böse angesehen. Was auch immer die Alternative ist, sie ist besser als Krieg. Wenn man von dieser These ausgeht, ist es nur logisch, dass die Gesellschaft versucht Krieg und Konflikt um jeden Preis zu vermeiden. Doch die Wirklichkeit ist um einiges komplizierter. Mit einer pazifistischen Einstellung stehen die eigenen langfristigen Überlebenschancen nicht sonderlich gut.

Von dieser pazifistischen Einstellung profitieren in erster Linie jene Akteure, die Eskalation nicht scheuen. So konnte sich Putin Teile der Ukraine einverleiben, ohne dass er eine ernsthafte Reaktion des Westen zu erwarten hatte. So können muslimische Milizen im Nahen Osten religiöse Minderheiten abschlachten, ohne Nato-Bodentruppen fürchten zu müssen. Auch wenn von Zeit zu Zeit mal ein Kampfflugzeug vorbeifliegt und Flyer abwirft(US-Luftwaffe wirft Flyer auf IS).

 

Man muss nicht diskutieren, dass Krieg nicht gerade zu den schönsten Beschäftigungen der Menschheit gehört. Doch manchmal ist er schlicht unvermeidbar. Zumindest dann wenn die Konsequenzen des Passivbleiben noch schlimmer sind. War es unbillig für die Vereinigten Staaten in den Krieg zu ziehen, um die Nationalsozialisten in Europa zu stoppen? Ist es keine gerechte Sache in die Schlacht zu ziehen um das eigene Haus, das eigene Land, die eigene Familie zu schützen?

Ein Krieg zum Schutz der Heimat ist ein gerechter Krieg. Heimat, ist hier nicht gleichbedeutend mit Land und ist im strengen Sinne zu verstehen. Für die europäischen Nationalstaaten gibt es starke Überschneidungen zwischen Heimat und Heimatland, doch dies ist nicht überall auf der Welt der Fall. Am besten umschreibt man es wohl mit Haus, Hof und dem eigenen soziale Kreis.

Es ist eine Vielzahl von Fällen denkbar, in denen der Krieg die bessere Alternative ist. Frieden um einen großen Preis erlebten wir schon in der Vorzeit des zweiten Weltkriegs. Wir erleben es auch in Form von, was US-Präsident Trump schlicht als „bad deals“ bezeichnet. Westliche Politiker, wohl wissend, dass ihnen eine pazifistische Wählerschaft im Nacken sitzt, haben in den letzten Jahren so manchen faulen Pakt geschlossen. Diese aus der Not und militärischen Unfähigkeit bzw. Unwilligkeit geborene Verträge sind tickende Zeitbomben. Iran und Nordkorea lassen grüßen.

 

 

 

 

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